Arbeiten bei der MAS.
Ein Einblick als...

ArbeitsmedizinerIn

Flugmedizin

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Im Interview.

Arbeitsmedizinerin Dr. Annette Heller

Frau Dr. Annette Heller ist seit Mai 2016 bei der MAS im Zentrum Mörfelden als Ärztin und Arbeitsmedizinerin tätig. Dabei ist ihr insbesondere der Kontakt mit den vielen verschiedenen Menschen wichtig. Sich in die Lebens- und Arbeitssituationen der Patienten hineinzuversetzen, zu ihnen eine Vertrauensbasis aufzubauen und anschließend ihnen mit Rat & Tat zur Seite zu stehen, macht diesen Beruf zu perfekt für sie.

Wie sieht die Arbeit als Arbeitsmedizinerin bei uns aus?

ArbeitsmedizinerInnen haben Kontakt mit vielen verschiedenen Krankheitsbildern, Menschen und Arbeitswelten. Als überregionaler Dienstleister auf dem Gesundheits- und Arbeitsschutz betreut die MAS aktuell über 1.000 Kunden bundesweit. Man berät vielfältige Unternehmen und Branchen, die Aufgaben sind abwechslungsreich und spannend. Das Tätigkeitsfeld ist breit gefächert: Vorsorgeuntersuchungen, Eignungsuntersuchungen für berufliche Tätigkeiten, die als Bedingung besondere gesundheitliche Voraussetzungen haben, wie zum Beispiel Feuerwehrleute oder Berufstaucher, Biomonitoring zur Bestimmung von Gefahrstoffen, Erste Hilfe-Schulungen oder Organisation vom betrieblichen Gesundheitsmanagement zählen ebenso dazu, wie die Begehung von Arbeitsplätzen und Gefährdungsbeurteilung, die Pflicht für Betriebe ist. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch im Kontext zu seinem Arbeitsfeld.

Was fasziniert dich an der Arbeit als Arbeitsmedizinerin?

Zu Unrecht wird die Arbeitsmedizin als langweilig und eintönig eingeschätzt. Wir ArbeitsmedizinerInnen haben Einblick in unterschiedlichste Arbeitsfelder und haben mit vielen verschiedenen Menschen und ihren Problemen am Arbeitsplatz zutun. So zählen beispielsweise die Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsablaufs und der Arbeitsumgebung, die Eingliederung von Behinderten in den Arbeitsprozess, die Organisation der Ersten Hilfe im Betrieb sowie die Auswahl von Körperschutzmitteln und Sicherheitsausrüstung zu meinen Aufgaben. Das geht nicht vom Schreibtisch aus. Außentermine sind es, die den besonderen Reiz bei der Arbeitsmedizin ausmachen. Man erhält Einblicke in eine Vielfalt von Arbeitsfeldern, arbeitet vor Ort mit größeren und kleineren Firmen und Berufsgruppen zusammen, sieht, wie anderswo die Uhren ticken.

Was hast du vor deiner Arbeit als Arbeitsmedizinerin bei der MAS gemacht?

Ursprünglich bin ich Fachärztin für Anästhesiologie, war lange Jahre auf der Intensivstation tätig. Dort habe ich gesehen, wie wichtig Prävention ist. Um etwas bewegen zu können, holt man Menschen am besten dort ab, wo sie viel Zeit verbringen, nämlich auf der Arbeit.  In der Arbeitsmedizin geht es darum, dass die Arbeitenden an ihrem Arbeitsplatz gesund bleiben, keine Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten entstehen – also ein ideales und vor allem abwechslungsreiches Feld, in dem man sein bereits erworbenes Wissen guteinsetzen kann.

Welche Qualifikationen werden als Arbeitsmedizinerin benötigt bzw. welche können hilfreich sein?

Nach einem abgeschlossenen Studium der Humanmedizin kann man direkt die ärztliche Weiterbildung zum Facharzt/Fachärztin Arbeitsmedizin beginnen. Die Weiterbildungszeit beträgt 60 Monate. Eine andere Möglichkeit Facharzt/ Fachärztin in diesem Fachgebiet zu werden, ist der „Quereinstieg“. Hierbei verkürzt sich die Weiterbildungszeit bei zuvor absolvierter patientennaher Tätigkeit.
Während der Weiterbildungszeit muss außerdem ein 360-Stunden Kurs „Arbeitsmedizin“ besucht werden.

Details zu spezifischen Inhalten der Facharzt-Weiterbildung Arbeitsmedizin findet man in der Weiterbildungsordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Neben den formalen Voraussetzungen sind bei der Arbeit in diesem Bereich auch persönliche Eigenschaften zwar keine Voraussetzungen, jedoch im Arbeitsalltag hilfreich: flexibel, empathisch, strukturiert, neugierig, kommunikativ.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei der MAS besonders?

Das spannende und sehr abwechslungsreiche Arbeitsfeld - es wird wirklich nie langweilig, kein Tag gleicht dem anderen. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit verschiedensten Disziplinen an verschiedensten Orten. Nicht zu unterschätzen sind die planbaren und familienfreundlichen Arbeitszeiten, sowie der große Teamgeist, die niedrigen Hierarchien und die vielfältigen Weiterbildungsangebote in der MAS selbst.

Also alles weit entfernt von dem verstaubten Image, das die Arbeitsmedizin noch zu Studienzeiten hatte. Man kann gerade im Rahmen der Pandemie spüren, welchen Stellenwert diese Fachrichtung in den letzten Jahren erlangt hat. Dieses Berufsbild hat eine große Zukunft vor sich.