12.1.2021
3 Tipps für ein Leben in Balance unter Pandemiebedingungen

„Ich fühle mich wie aus meiner Welt gefallen“ – so beschrieb zuletzt eine Klientin während einer telefonischen Beratung ihre Gefühlslage. Und wie ihr geht es vielen Menschen unter den aktuellen Einschränkungen: das Leben, das wir für uns mühsam erarbeitet, strukturiert und durchgeplant haben, gerät angesichts von pandemischem Homeoffice, zeitweisen Schulschließungen und der Verringerung unserer Freizeitmöglichkeiten zumindest teilweise aus den Fugen. Unsicherheit ist ein Faktor den wir als Menschen nicht mögen – und doch müssen wir uns gerade in diesen Zeiten einmal mehr damit auseinandersetzen, dass es Dinge gibt, die nicht unserer Kontrolle unterliegen. Wie kann es uns gelingen, auch jetzt in Balance, und somit zufrieden, gelassen und leistungsfähig zu bleiben?

1. Tun Sie Dinge, die Ihnen gut tun – jetzt erst recht!

Unter Belastung neigen wir dazu, die Freizeitaktivitäten zu vernachlässigen, die uns als Energiespender dienen. Stattdessen stürzen wir uns voll auf die Bewältigung der tagtäglich anstehenden Probleme. Dies ist jedoch ein kurzsichtiger Trugschluss: Wir brauchen positive Gefühle und einen stetigen Wechsel zwischen An- und Entspannung, um gesund zu bleiben. Stapeln sich Stresspakete wie Arbeit, Haushalt, die Organisation der Kinder und Partnerschaftskonflikte, ist es erst recht wichtig, immer wieder kleine Momente der Entspannung und Entlastung zu suchen, um mittelfristig die eigene Belastungsgrenze nicht zu überschreiten.

2. Finden Sie Alternativen zu Bewährtem

Das sonntägliche Mittagessen bei den Eltern, Theaterbesuche oder der Gang ins Fitnessstudio – dies alles fällt aktuell flach. Die Bedürfnisse nach sozialen Beziehungen, Kultur und Bewegung bleiben jedoch bestehen. Die Kunst besteht nun darin, alternative Möglichkeiten zu finden, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Einen Kaffee trinken mit den Eltern geht vielleicht auch online, viele ungelesene Bücher stehen im Regal und zumindest ein Spaziergang im Grünen ist möglich. Bleiben Sie hier experimentierfreudig und neugierig!

3. Nehmen Sie auch unerwünschte Gefühle an

Negative Gefühle wie Wut, Trauer oder Angst treten bei einigen Menschen aktuell verstärkt auf. Reflexartig versuchen viele Menschen diese „wegzudrücken“, um im Alltag besser funktionieren zu können. Doch mit Gefühlen ist es wie mit Wasserbällen: je tiefer man sie drückt, desto mehr Kraft muss man dafür aufwenden. Und wenn immer mehr Bälle heruntergedrückt werden müssen, steigt die Chance, dass diese Gefühle  unkontrolliert an die Oberfläche steigen und z. B. in Form von Wutausbrüchen oder Weinkrämpfen zusätzlichen Stress verursachen. Ein hilfreicher Umgang besteht darin, auch unerwünschte Gedanken und Gefühle wahr- und anzunehmen. „Ich fühle mich sehr traurig, weil ich aktuell meine Freunde nicht besuchen kann“ oder „Ich bin so wütend, weil ich mir dieses Jahr ganz anders vorgestellt habe“ sind Sätze, die einerseits helfen, Lösungen zu finden, um die eigenen Bedürfnisse besser zu befriedigen. Andererseits muss durch das Annehmen keine Kraft mehr aufgebracht werden, um den „Wasserball“ unter der Oberfläche zu halten – diese freiwerdende Energie können Sie dann nutzen, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Haben wir Ihr Interesse an Workshops zu Themen wie diesen geweckt? Dann melden Sie sich bei uns!

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